DFS-WEIHE

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Hans Jakobs konstruierte 1938 als Nachfolger des „Röhnadlers“ im Auftrag der DFS die „WEIHE“ als Wettbewerbs und Gruppenflugzeug. Dieser Flugzeugtyp wurde ausser- ordentlich erfolgreich, zahlreiche Rekorde konnten damit aufgestellt werden. Aus dem Vorkriegstyp wurde1950 von Focke Wulf die Weihe50 entwickelt.

DFS Weihe

Hans Jakobs konstruierte 1938 als Nachfolger des „Röhnadlers“ im Auftrag der „DFS“ die „WEIHE“ als Wettbewerbs und Gruppenflugzeug.

Dieser Flugzeugtyp wurde außerordentlich erfolgreich. Zahlreiche Rekorde wurden aufgestellt.Aus dem Vorkriegstyp wurde 1950 von Focke Wulf die „Weihe50“ entwickelt.

Technische Daten Original (Modell):

Spannweite 18 m (5,14m), Fläche 18,2 m² (1,5m/2), Seitenverhältnis 1:18,
Flächenbelastung ohne Ballast 16,20 kg/m² (56g/dm), Flächenbelastung mit Ballast 18,4 kg/m²
Rüstgewicht mit B-Klappen 195 kg, Zuladung max. 140 kg,
Fluggewicht ohne Ballast 295 kg (8,5KG) Fluggewicht mit Ballast 335 kg,
Gleitwinkel (rechnerisch) 1:29

Dieses Vorbild, den Vorkriegstyp, einen Segler vollständig in Sperrholz und nach alten Bauweisen im Maßstab 1:3,5 nachzubauen, motivierte mich und ließ mich bald im Internet fündig werden.
Anhand von Originalplänen der Fa Jakobs-Schweyer Flugzeugbau aus dem Jahr 1941 wurden Rumpfteile, also Spanten, Gurte, Stringer aus Pappel und Birkensperrholz entsprechend hergestellt. Aufgebaut wurde der Rumpf klassisch auf einer Helling.

Die Art der Rumpf-Beplankung erfolgte wie im Original mit Birkensperrholz, hier Dicke 0,6mm. Lediglich den Flächenanschluß und die Holmbrücke hatte ich ge- ändert um auf Modellflugtypische Belange einzugehen.

Die Tragflächen und Leitwerke wurden in CAD ge- zeichnet und die Teile auf einer Fräsmaschine her- gestellt.

Das Tragflächenprofil (Wurzel) basiert auf HN951, geändert auf 2,3% Wölbung und 13% Dicke, zum Randbogen gestrakt auf HN951 3% Wölbung und 11% Dicke bei 1,5° negativer Schränkung. Das HLW/SLW ist mit SD8020 profiliert.

Die Tragflächen in Rippenbauweise mit Kiefernholm wurden an der Nasenleiste mit Balsa aufgefüttert, dann mit Birkensperrholz 06,-0,4mm bis Hauptholm beplankt. Nach dem Wässern der Beplankung folgte das vorläufige Aufbringen und Trocknen, damit diese später im „Bügelverfahren“ mit Weißleim verklebt werden konnte. Die Rippenfelder sind mit Seide 25g/dm bespannt, welche mit Spannlack aufgebracht ist. Die Gesamte Oberfläche wurde mit Holzlasur behandelt, und mit Parkettlack geschützt. Die Querruder hatte ich getrennt, um ev. Butterfly-Landestellung einsetzen zu können, die hat sich während der Flugerprobung als unnötig erwiesen.
Die doppelseitig ausfahrenden „DFS-Sturzflugbremsen“ erwiesen sich als absolut ausreichend, auch für enge Landeplätze.

Das Gesamtgewicht vom 8600g ergab damit eine Flächenbelastung von 56g/dm. Dies ließ Oldtimergerechte Fluggeschwindigkeiten erwarten.

Die Flugerprobung zeigte dann auch die erwarteten Eigenschaften:

Fluggeschwindigkeit sehr nahe am Original, Kreisflug auch enger Radien problemlos, Strömung liegt nach Überziehen sofort wieder an, also kein Höhenverlust, der lange Rumpf führt auch hier sehr gut. Das Seitenruder zeigt sehr gute Wirkung, der (Side) Slip ist auch beim Modell gut kontrollierbar. Die Bremsklappenwirkung der „DFS“ Klappen ist als absolut lastfrei und ausreichend zu bewerten.

Die ungefähr 500 Stunden Konstruktions- und Bauzeit haben sich gelohnt.

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