17. Aug. 12 Gebirgsfliegen Seiser Alm

tSA2012

Nach dem letzten Besuch der Seiser Alm von zwei FMSGlern vor zwei Jahren der ja mit gemischten Gefühlen ausging , „super gutes Gebiet aber mit teilweise vielen aber vor allem sehr wilden Piloten mit noch wilderen Fluggeräten“, war es nun an der Zeit mal wieder zu sehen wie sich die Seiser Alm entwickelt hat. So machten sich am letzten Freitag Markus und ich auf dem Weg nach Italien. Brenner stau frei gemeistert, im Hotel eingecheckt und mit Fliegern in Kraxxn bepackt, schwangen wir uns in den Sessellift (ja wie waren a bissal faul). Gegen Mittag standen wir auf dem Seiser Alm Fluggelände und bestaunten den Ausblick auf die Dolomiten. Ich würde mal sagen von Panorama her ist die Seiser Alm nicht zu schlagen. Auch die Landemöglichkeiten sind ok. Selbst größere Eimer können in saftige grüne Wiesen gebettet werden. Dennoch hat man immer ein kleine Portion Adrenalin im Blut da Absaufen oder Außenlandungen unter -25 Meter gar nicht oder nur mit einem Bergwachteinsatz und Helikopter zu bewerkstelligen sind. Also entweder nicht Absaufen, kein technisches Problem oder besser mehrere Modelle mitbringen und dazu noch ein entspanntes Verhältnis zu diesen.
Als wir oben ankamen waren doch leider mehr Wolken da als gewünscht. So kam die Sonne auch noch nicht richtig durch. Kein gutes Zeichen. Also erst mal die außergewöhnlich guten Knoblauch Spagetti Pfanne in der Alm geordert und mit einem Weißbier die Nerven beruhigt. Gesättigt und von ein paar Sonnenstrahlen gelockt, wagten wir es und warfen unsere Flieger gen Tal. Und siehe da es trug. Noch nicht großflächig aber immerhin konnten wir Höhe machen. Dummerweise mussten wir aber bald die Landung antreten da eine Regenfront kam (die auch heute nicht mehr weg wollte). Aber immerhin hatten wir die ersten 30 Minuten auf dem Sender.
Der nächste Morgen sah besser aus. Blauer Himmel versprach gutes und sattes Aufheizen. Diesmal liefen wir mannhaft auch zur Alm hoch und siehe da das Flugfeld war schon gefüllt mit allem was Flügel hatte. Neben manntragenden Paraglidern und Drachenfliegern gab es viel Kobutze, Swifts und Foxe aus edlem schwarzem Geflecht. Bocksteif und satt bebleit. Aber so gut wie keiner in der Luft, obwohl das Wetter vielversprechend aussah. Um ca 11.30 Uhr warfen wie unsere 4m Flieger und es trug immer besser und vor allem großflächig. Markus sattelte gleich auf die DG, um zumindest einigermaßen standesgemäß in der Luft zu sein. Was soll ich sagen das Einzige was uns zum Landen zwang war der Hunger auf die nächsten Knoblauch Spaghetti. Ab ca 14:00 brannte dann die Luft. Unsere Italienischen Kollegen fletschten mit einem doppelten Mega Rubber Ihre Swifts und Co in ihr Element. Was dann los war muss man erlebt haben. Ein 500m Absacker nach dem anderen. Jetmäßig schossen die Vollcarbongeräte an uns vorbei uns zeigten uns eine Flugschow die an Geschwindkeit und Waghalsigkeit wohl kaum zu toppen war. Nach ca 1,5 hatten sich die Italiener satt geflogen und wir konnten auch wieder ans Fliegen denken. Es ging noch genauso gut bis in den Abend. Als wir uns schlussendlich ins Tal begaben, hatten wir beide nochmal fast 4 Stunden auf dem Sender und das Grinsen kriegen wir bis heute nicht aus unseren Gesichtern
Super Sache, tolles Fluggebiet – wir kommen wieder

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